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Privatinsolvenz
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Privatinsolvenz  - die Chance für den Neustart

Privatinsolvenz - die Chance für den Neustart

Es ist eine erschreckende Vorstellung: Die Miete kann nicht mehr gezahlt werden, der Gerichtsvollzieher klopft an die Tür, man steht kurz davor, alles zu verlieren. Wer mit seinem Einkommen den Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, konnte früher nur kapitulieren - heute ermöglicht die Privatinsolvenz einen Neustart.

Die Insolvenz zeichnet sich durch akute Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit (mangelnde Liquidität) oder Überschuldung aus. Die Privatinsolvenz ist die umgangssprachliche Bezeichnung für das Verbraucherinsolvenzverfahren mit der sogenannten Restschuldbefreiung. Hierbei handelt es sich um ein vereinfachtes Insolvenzverfahren, welches vom Gesetzgeber eingeführt wurde, um Betroffenen den Weg in die Schuldenfreiheit zu erleichtern. Wer Privatinsolvenz beantragen kann, hat gute Chancen, nach Ablauf einer sogenannten Wohlverhaltensphase einen Neuanfang starten zu können.

Wer kann Privatinsolvenz anmelden?

Das Verfahren der Privatinsolvenz können alle Personen durchlaufen, die nicht selbstständig sind oder waren, so zum Beispiel Arbeitnehmer, Rentner oder auch Arbeitslose. Für Selbständige gibt es Ausnahmen, durch welche auch sie die Privatinsolvenz beantragen können. So müssen ihre Vermögensverhältnisse überschaubar sein und es dürfen ihnen gegenüber keine Forderungen aus Arbeitsverhältnissen bestehen. Überschaubar bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Schuldner zu dem Zeitpunkt, an dem der Antrag auf Privatinsolvenz eröffnet wird, weniger als 20 Gläubiger hat.

Wie läuft eine private Insolvenz ab?

Der Ablauf des Verbraucher-Insolvenzverfahrens mit Restschuldbefreiung lässt sich grundsätzlich in mehrere Schritte gliedern.

Versuch einer außergerichtlichen Einigung

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Der erste Schritt ist der Versuch einer außergerichtlichen Einigung. Hierbei wird mit Hilfe eines geordneten Plans versucht, sich außergerichtlich mit den Gläubigern zu einigen und dabei einen Weg zu finden, wie eine Rückzahlung der Schulden erfolgen kann. Hierfür ist die Unterstützung eines spezialisierten Rechtsanwalts oder einer seriösen Schuldnerberatungsstelle erforderlich. Dafür gibt es einen guten Grund: Nur diese Fachleute können im Fall der Fälle die offizielle Bescheinigung ausstellen, dass es nicht gelungen ist, sich außergerichtlich mit den Gläubigern zu einigen.

Nun ist entscheidend, ob der Plan von allen Gläubigern angenommen wird. Bei erfolgreicher Einigung werden die Schulden ab jetzt gemäß der im Zahlungsplan festgelegten Konditionen beglichen.

Was ist, wenn der Einigungsversuch scheitert?

Leider ist es jedoch so, dass der außergerichtliche Plan nicht immer anerkannt wird. Hierbei genügt es, wenn nur ein Gläubiger nicht einverstanden ist oder nach Erhalt des Plans nach wie vor die Zwangsvollstreckung anstrebt. Dieses Scheitern muss der Rechtsanwalt oder die Schuldnerberatungsstelle offiziell bescheinigen. Erst wenn diese Bescheinigung vorliegt, kann das Insolvenzverfahren beim Insolvenzgericht unter Vorlage eines Schuldenbereinigungsplans beantragt werden. Hierbei müssen u.a. sämtliche Ausgaben und Einnahmen des Verschuldeten detailliert aufgeschlüsselt werden. Auch wird festgelegt, wie der Schuldner seine Schulden begleichen wird.

Das Insolvenzverfahren

Bevor das Insolvenzverfahren eröffnet wird, wird seitens des Gerichts geprüft, wie hoch die Erfolgschancen des Schuldenbereinigungsplans sind. Fällt diese Beurteilung gut aus, also zugunsten des Schuldners, wird der gerichtliche Schuldenbereinigungsplan samt Vermögensverzeichnis den Gläubigern übergeben. Vier Wochen haben diese nun Zeit Stellung zu nehmen und den Plan abzulehnen.

Wenn nun weniger als die Hälfte der Gläubiger den Plan ablehnen, ist das Insolvenzgericht in der Lage, den Plan für rechtskräftig zu erklären, sofern die Einwände nicht berechtigt sind. Wenn hier die Rede von der "Hälfte der Gläubiger" ist, ist damit jedoch nicht deren Anzahl, sondern die Höhe der Forderungen gemeint.

Lehnt die Mehrheit der Gläubiger ab, ist auch der gerichtliche Schuldenbereinigungsplan gescheitert. Nun wird das Verfahren der Privatinsolvenz eröffnet. Es wird öffentlich durch Bekanntmachung verkündet. Mithilfe eines Treuhänders, der sämtliche Forderungen mit Begründung zusammenträgt, wird das pfändbare, nun vom Treuhänder verwaltete Vermögen des Schuldners den Gläubigern übergeben.

Die Wohlverhaltensphase

Nun folgt die Wohlverhaltensphase, in der der Schuldner gewisse Obliegenheiten zu erfüllen hat, wie einer angemessenen Erwerbstätigkeit nachzugehen und die pfändbaren Teile seiner Einkünfte an den Treuhänder abzuführen. Diese Phase dauert in der Regel sechs Jahre. Danach erst kann der Schuldner von der Restschuld befreit werden. Doch auch hier müssen die Gläubiger zustimmen. Wer seinen Pflichten innerhalb der Wohlverhaltensphase nicht nachgekommen ist, hat hier schlechte Karten. Haben die Gläubiger jedoch keinen solchen Einwand, steht der Restschuldbefreiung nichts mehr im Wege und das Verfahren wird aufgehoben.

Chance auf einen Neuanfang

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Eine Privatinsolvenz ist gewiss keine angenehme Angelegenheit und mit viel Arbeit und Disziplin verbunden. Doch es lohnt sich, denn durch dieses Verfahren haben Menschen die einmalige Möglichkeit, einen Neustart zu wagen und ihre Schulden zu tilgen. Wichtig sind hierbei vor allem Offenheit, Sorgfalt und Ehrlichkeit bei allen nötigen Angaben. Wer hier alle Regeln einhält, hat gute Chancen auf einen Neuanfang.





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